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Vereinheitlichtes Identity- und Access-Management für die Fertigungsindustrie
Ein führender Anbieter von Fertigungslösungen für die Automobilindustrie mit über 70 Jahren Erfahrung in der Optimierung von Lackierereien und Endmontagelinien durch Automatisierung, digitale Technologien und Machine-Learning-Algorithmen sowie einem Marktanteil von 50 % in der Automobilindustrie.
Industry
Fertigung
Service
Individuelle Softwarentwicklung Cybersecurity
Company Size
18.000+ Mitarbeiter
Duration
2019 - heute
Herausforderung
Die Organisation stand über ihre gesamte Produktlinie hinweg vor Herausforderungen im Bereich Authentifizierung und Zugriffsmanagement. Die Wartung und Optimierung bestehender Legacy-Technologien erwies sich als schwierig, und die einzelnen Produkte verfügten entweder über kein einheitliches Identity Management oder nutzten unterschiedliche, dedizierte Sicherheitslösungen. Darüber hinaus war die Erfüllung der strengen Cybersecurity-Anforderungen der IEC 62443 für industrielle Automatisierungssysteme eine zwingende Voraussetzung. Endanwender hatten mit komplexen Sicherheitsmechanismen über mehrere Dateisysteme hinweg zu kämpfen, was zu Zeitverlusten und einer verringerten Effizienz führte.
Lösung
Unser Team entwickelte ein umfassendes Unified Identity and Access Management (UIAM)-System, um Authentifizierung und Autorisierung über sämtliche Produktlinien hinweg zu zentralisieren. Die Lösung umfasst Single Sign-on mit Unterstützung mehrerer Protokolle (CAS, SAML, OAuth, OpenID Connect), Authentifizierung über verschiedene Quellen (LDAP, RDBMS, MongoDB), eine zentrale Benutzerverwaltung mit rollenbasierten Berechtigungen sowie Self-Service-Funktionen für das Passwortmanagement. Das System wurde mit Spring, Java und NodeJS entwickelt und wird sowohl in AWS- als auch in On-Premise-Umgebungen mithilfe von High-Availability-Clustering und Docker betrieben.
Auswirkungen
Die neue Implementierung führte zu signifikanten operativen Verbesserungen, darunter eine Reduzierung des manuellen Aufwands um mehr als 30 % durch Automatisierung, eine Verringerung des Zeit- und Arbeitsaufwands für Releases um 60 % sowie eine Reduktion der Konfigurationsdateien um 90 %. Durch die Umsetzung der Anforderungen der IEC 62443 verbesserte die Lösung die Cybersecurity-Resilienz und erhöhte die Compliance mit Standards wie ISO 27001, TISAX und VDA 6.4. Diese Erfolge trugen dazu bei, dass der Kunde mehrere Branchenauszeichnungen gewann, darunter den „Industry 4.0 Innovation Award“ 2021 sowie den „Automotive News PACE Award“ 2022.
Projektüberblick
Das Projekt begann mit einer Proof-of-Concept-Phase, um die Kompatibilität mit bestehenden Systemen zu validieren und notwendige Anpassungen zu identifizieren. Während aller Phasen des Software Development Life Cycle – von der Definition des Proof of Concept bis hin zum produktiven Deployment – arbeitete unser Team aus Backend-Entwicklern, Frontend-Engineers, QA-Spezialisten, Architekten und technischen Leitern eng mit dem Kunden zusammen.
Unser Ansatz war stark beratungsorientiert und umfasste eine aktive Beteiligung sowohl an der Anforderungsanalyse als auch an der Ausarbeitung von User Stories. Darüber hinaus wurden mehrere Workshops durchgeführt, um die optimale Integration mit den bestehenden Produktteams zu definieren.
Das Projekt folgte einem hybriden Vorgehensmodell, das Kanban- und Scrum-Elemente kombinierte, um häufig wechselnde Prioritäten effektiv zu steuern und Plattformlösungen für sieben globale Teams zu unterstützen.
Wir lieferten zentrale technische Komponenten, darunter:
eine Single-Sign-on-Lösung auf Basis der CAS-Architektur,
Unterstützung mehrerer Authentifizierungsprotokolle,
delegierte Authentifizierung,
eine zentrale Benutzerverwaltungs-GUI,
Authentifizierung mittels elektronischer Schlüssel,
hochverfügbare Cluster-Deployments,
sowie eine Entwicklerbibliothek zur einfachen Service-Integration mit abgesicherter Security-API.
Ergebnisse
Die UIAM-Lösung ermöglichte ein einheitliches Identity Management über die gesamte Produktlandschaft des Kunden hinweg, beseitigte bestehende Silos und schuf eine nahtlose Benutzererfahrung. Dank Single Sign-on konnten Anwender mit nur einer Anmeldung auf mehrere Anwendungen zugreifen, was sowohl die User Experience als auch die administrative Effizienz erheblich verbesserte.
Das System erwies sich zudem als flexibel genug, um sich in Drittanbieteranwendungen zu integrieren, während gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards gewährleistet blieben. Die Administration wurde durch die gemeinsame Nutzung von Rollen über verschiedene Produkte hinweg vereinfacht, und Self-Service-Funktionen reduzierten zusätzlich die Supportkosten. Darüber hinaus erfüllte die Lösung die Anforderungen der IEC 62443.
Da die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, wird die UIAM-Plattform auch künftig eine zentrale Rolle bei der Erfüllung der Sicherheits- und Zugriffsmanagement-Anforderungen des zukünftigen Fertigungsökosystems spielen.